„Zwischen Hoffen und Bangen: Wie die deutsche Kunststoffindustrie ins Jahr 2026 gestartet ist“
Aus „Hoffen und Bangen“ ist inzwischen „Bangen und Fürchten“ geworden, resümierte KI-Chefredakteur Christian Preiser in seiner Anmoderation für den jüngsten „KI Industry Talk“. Die noch zum Jahreswechsel erwarteten Probleme für die europäische und deutsche Kunststoffbranche mit volatilen Märkten, politischer Regulierung, geowirtschaftlicher Unsicherheit und Wettbewerbsdruck aus China sind von den Verwerfungen des Iran-Kriegs mittlerweile zur Nebensache degradiert worden.
Im Gespräch analysierte Branchenexperte Dimitrios Koranis (Geschäftsführer Koranis Purchasing Solutions) die Lage. „Naphthabasierte Produkte werden in China kurzfristig teurer werden. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits“, sagte er. Diese chinesische Teuerung könne die europäische Erzeugung wieder besser ins Spiel bringen.
Für Verarbeiter indes brechen erneut schwierige Zeiten an: Die Spotpreise von Vorprodukten und auch Polymeren ziehen spürbar an, Kontrakte ziehen nach. Eine Force Majeure jagt die nächste, wobei – wie Koranis erklärte – „wie schon früher ein Großteil davon keine richtige FM ist“.
Er riet Verarbeitern, in den kommenden Wochen bewusst engen Kontakt zu Erzeugern zu halten und die Wertschöpfungsketten genau zu beobachten. Es sei ein „Machtspiel auf hohem Niveau“ zwischen den beiden Lagern.
Wer am 20. März 2026 keine Zeit hatte, live dabei zu sein, oder das Ganze noch einmal nacharbeiten will, kann sich das Webinar jetzt als Videomitschnitt in Bild und Ton anschauen und -hören:
Dieser Beitrag erschien am 26.03.2026 bei Kunststoff-Information Europa
