STROM – Rückblick Juli 2025

vom 25. August 2025

Strom August 2025: Wetter und Geopolitik treiben die Preise untypisch in die Höhe

Strom

Im Juli lagen die Notierungen für Strom im Schnitt um etwa 22 EUR/MWh höher als im Vormonat. Für die Industrie war das eine unerfreuliche Überraschung – und ein in der Höhe nur schwer zu verkraftender Aufschlag. Vor allem das erste Drittel des Monats vermasselte das Monatsergebnis. So sprangen die Preise im Schnitt auf 95,74 EUR/MWh – ein Plus von 30 EUR/MWh zum Vormonat. An vier Tagen erreichten die Notierungen sogar Höhen oberhalb der 100 EUR/MWh-Marke. Das zweite und dritte Drittel hingegen fielen mit Werten von 83,49 und 86,78 EUR/MWh im Verhältnis noch erträglich aus.

Haupteinflussfaktor für diese Entwicklung war primär die Wetterlage. Aber auch die geo- und wirtschaftspolitischen Turbulenzen schürten die Unsicherheit am Markt und trieben so die Preise in die Höhe. Während die Marktteilnehmer im Juni noch darüber diskutiert hatten, wie sie mit der drohenden Dürreperiode umgehen sollten, kam es im Juli zum genauen Gegenteil: Der Beitrag der Solarenergie war geringer als notwendig, was wiederum konventionelle Kraftwerke auf den Plan rief. Zum Glück für alle Beteiligten liefen die französischen Atomkraftwerke ohne größere Schwankungen durch. Die Kohlepreise bewegten sich zu Monatsbeginn in Richtung 120 USD/t und schlossen zum Monatsende bei etwas mehr als 110 USD/t – weit weg von der 100er Marke aus dem März und April.

Wenigstens die Kontrakte für den direkten Frontmonat August und die kommenden drei Monate zeigten sich hiervon unberührt und tendierten seitwärts. Die Vertragspreise für das Folgejahr 2026 hingegen gaben um etwa 20 EUR/MWh nach.

Die Kontraktpreise:

Kontrakt Juli: im Durchschnitt 86,71 EUR/MWh 
Kontrakt August: im Durchschnitt 80,83 EUR/MWh
Kontrakt +3 Monate: im Durchschnitt 85,35 EUR/MWh

Autor: Dimitrios Koranis


Dieser Beitrag erschien am 08.08.2025 bei KI Web (Kunststoff-Information)