GAS – Rückblick Januar 2026
Gas Februar 2026: Temperatursturz und Heiznachfrage treiben Notierungen

Der Wintereinbruch im Januar hat sich spürbar auf die Gaspreise ausgewirkt: Im Spotmarkt stiegen die Notierungen im ersten Monat des Jahres um etwa 7 EUR/MWh auf durchschnittlich 36,21 EUR/MWh. Zum Vergleich: Im Januar hatten sie bei 49,14 EUR/MWh gelegen. Die Preisentwicklung verlief fast linear: Während das erste Monatsdrittel mit durchschnittlich 30,32 EUR/MWh noch als moderat gelten kann, war der Anstieg im zweiten Drittel merklich (36,06 EUR/MWh) und hielt auch im dritten Drittel an (41,70 EUR/MWh).
An einzelnen Handelstagen lagen die Spotpreise signifikant über den Notierungen am Terminmarkt. Obwohl die physische Versorgung mit Gas ausreichend ist, haben die stark reduzierten Speicherstände – derzeit etwa 45 Prozent gegenüber 55 Prozent im Januar 2025 –, die mittlerweile sehr hohe LNG-Abhängigkeit von den USA sowie die extremen Wetterereignisse in Nordamerika die kurzfristigen Preise angebotsseitig getrieben. Die wetterbedingt erhöhte Nachfrage in Europa fürs Heizen sowie der erhöhte Gasbedarf zur Deckung der Stromnachfrage trieben die Preise nachfrageseitig. Der Gasverbrauch in der Industrie war hingegen weiterhin schwach und hatte keinen Einfluss auf die Preise.
Die kurzfristigen Frontmonate bestätigen den Trend und größtenteils auch das Preisniveau des Spotmarktes Januar. Der Frontmonat Februar verzeichnete ein Plus von etwa 7 EUR/MWh, wohingegen der 3-Monats-Kontrakt abgeschwächt „nur“ um etwa 5,3 EUR/MWh stieg. Der Future für 2027 hingegen zeigte sich mit einer stabilen Seitwärtsbewegung von diesen Entwicklungen unbeeindruckt und verharrte bei 27,66 EUR/MWh.
Kontraktpreise:
Kontrakt Januar: im Durchschnitt 29,25 EUR/MWh
Kontrakt Februar: im Durchschnitt 36,09 EUR/MWh
Kontrakt +3Mon: im Durchschnitt 34,45 EUR/MWh
Autor: Dimitrios Koranis
Dieser Beitrag erschien am 06.02.2026 bei KI Web (Kunststoff-Information)
