Das neueste Webinar von PIE weist auf neue Risiken in der Lieferkette hin, die sich aus dem Nahostkonflikt ergeben
Das PIE-Webinar vom 31. März, Iran Krieg & Plastikkrise, verdeutlichte, wie der Konflikt im Nahen Osten eine weitere Ebene der Unsicherheit in Europas Wertschöpfungskette von Kunststoffen und Chemikalien hinzufügt. Sprecher Dimitrios Koranis, Branchenexperte und Geschäftsführer von Koranis Purchasing Solutions, sagte, dass jede Störung von Energie-, Rohstoff- und Versandrouten schnell auf Kosten, Verfügbarkeit und Beschaffungsentscheidungen im gesamten Sektor übergehen könnte.
(Screenshot: PIE) |
Die Diskussion – moderiert von PIE-Chefredakteurin Somya Abrol und an der über 420 Branchenakteure aus aller Welt teilnahmen – konzentrierte sich insbesondere auf die strategische Bedeutung der Straße von Hormus, einem wichtigen Engpass für globale Rohöl- und LNG-Flüsse. Vor diesem Hintergrund untersuchte das Webinar, wie engere Lieferbedingungen Naphtha, Polymerpreise und Frachtverkehr beeinflussen könnten, während gleichzeitig der Druck auf eine Branche erhöht wird, die bereits mit schwacher Nachfrage und fragilen Margen zu kämpfen hat.
Die Präsentation verwies zudem auf ein schwieriges Betriebsumfeld auf Europas Chemie- und Kunststoffmärkte, da Produktion, Auftragsaufnahme und Kapazitätsauslastung unter Druck stehen. In diesem Zusammenhang wurde der Nahostkonflikt nicht als isoliertes geopolitisches Ereignis dargestellt, sondern als potenzieller Beschleuniger bestehender Kosten- und Wettbewerbsprobleme.
Für europäische Kunststoffproduzenten und -verarbeiter war die zentrale Botschaft klar: Der Markt ist weiterhin stark externen Schocks ausgesetzt, und jede längere Störung könnte Lieferketten und Preise in der gesamten Wertschöpfungskette weiter durcheinanderbringen.
Falls Sie das Webinar am 31. März verpasst haben, ist die Aufzeichnung der Veranstaltung jetzt verfügbar:
Dieser Beitrag erschien am 08.04.2026 bei Kunststoff-Information Europa (PIE)

(Screenshot: PIE)