STROM – Rückblick Januar 2026
Strom Februar 2026: Der Winter lässt die Preise steigen

Im Januar verzeichnete der Strommarkt im Spotgeschäft eine wahre Preisrallye. Lagen die Preise im ersten Monatsdrittel noch bei 117,14 EUR/MWh, so stiegen sie im zweiten und vor allem im dritten Drittel auf 126,88 EUR/MWh. Das stellte für die Kundenunternehmen eine merkliche Kostenbelastung dar. In der Spitze wurden sogar 188,60 EUR/MWh erreicht. In Summe lagen die Spotpreise im Januar bei durchschnittlich 119,47 EUR/MWh – rund 25 EUR/MWh mehr als noch im Dezember 2025.
Hauptgründe waren angebotsseitig die instabile Windproduktion und ihr unterdurchschnittlicher Beitrag in der zweiten Monatshälfte, die saisonal schwache Photovoltaik-Erzeugung sowie der gestiegene Gaspreis. Auf Nachfrageseite prägte vor allem der höhere Strombedarf aufgrund der winterlichen Temperaturen den Anstieg der Notierungen. Es zeigte sich erneut, wie fragil das System noch immer ist. Die Abhängigkeit von Wetter, Flexibilität und Lastprofilen bleibt hoch.
Die kurzfristigen Frontmonate verhielten sich analog dem Spotmarkt, allerdings gedämpfter in der Auswirkung. Die Futures für den Frontmonat Februar lagen bei durchschnittlichen 112,71 EUR/MWh, ein Plus von etwa 10 EUR/MWh zum Vormonat. Der 3-Monats-Kontrakt hingegen stagnierte bei 94 bis 95 EUR/MWh auf dem Dezember-Niveau.
Die Kontraktpreise:
Kontrakt Januar: im Durchschnitt 109,28 EUR/MWh
Kontrakt Februar: im Durchschnitt 112,71 EUR/MWh
Kontrakt +3 Monate: im Durchschnitt 94,91 EUR/MWh
Autor: Dimitrios Koranis
Dieser Beitrag erschien am 06.02.2026 bei KI Web (Kunststoff-Information)
